In den letzten Jahren ist die Barrierefreiheit des Internets zu einer Priorität für Regierungen, Unternehmen und Webentwickler geworden. Sie ist nicht nur eine ethische oder soziale Frage, sondern in vielen Teilen der Welt, auch in Europa, eine echte rechtliche Verpflichtung. Mit dem Inkrafttreten des European Accessibility Act im Jahr 2025 sind viele Unternehmen, die Verbrauchern digitale Produkte und Dienstleistungen anbieten, verpflichtet, diese für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Barrierefreiheit sollte jedoch nicht nur als eine zu befolgende Regel betrachtet werden. Sie ist auch eine Chance, die Nutzung des Internets zu verbessern und ein breiteres Publikum anzusprechen.

Warum ist Barrierefreiheit wichtig?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leben etwa 16% der Weltbevölkerung – eine von sechs Personen – mit einer erheblichen Behinderung (Schätzung 2023); dies kann sich darauf auswirken, wie diese Menschen mit Online-Inhalten interagieren. Die meisten Websites sind jedoch nicht auf die Bedürfnisse dieser Menschen ausgerichtet. Das bedeutet, dass Millionen von Menschen nicht in der Lage sind, sich im Internet zurechtzufinden, Informationen zu finden oder wichtige Dienste zu nutzen.

Eine barrierefreie Website ermöglicht es deutlich mehr Menschen – auch jenen mit sensorischen, motorischen oder kognitiven Behinderungen –, die Inhalte und Dienste im Netz zu nutzen. Es geht nicht nur darum, Bilder mit alternativem Text zu versehen oder Videos zugänglich zu machen: Es geht darum, ein reibungsloses und inklusives Erlebnis für jeden Nutzer zu schaffen und die Navigation, Lesbarkeit und Interaktivität zu verbessern.

Zugänglichkeit als Wettbewerbsvorteil

Über die rechtliche Verpflichtung hinaus kann die Barrierefreiheit für Unternehmen zu einem starken Wettbewerbsvorteil werden. Mit einer barrierefreien Website können sie ein breiteres Publikum ansprechen, darunter Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen oder Nutzer mit langsamen Internetverbindungen. In einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt kann ein Engagement für Barrierefreiheit den Ruf der Marke verbessern und einen treueren Kundenstamm schaffen.

Aber das ist noch nicht alles. Barrierefreiheit verbessert auch das allgemeine Nutzererlebnis. Eine Website, die leicht zu navigieren und verständlich ist, hilft nicht nur Menschen mit besonderen Schwierigkeiten, sondern macht auch allen anderen Nutzern das Leben leichter. Eine intuitive Benutzeroberfläche, deutlich sichtbare Schaltflächen, klarer Text und gut strukturierte Inhalte erhöhen die Verweildauer auf der Website und verringern die Abbruchraten.

Barrierefreiheit und SEO: viele gemeinsame gute Praktiken

Ein weiterer zu berücksichtigender Aspekt ist das Verhältnis zwischen Barrierefreiheit und SEO. Viele gute Praktiken der Barrierefreiheit (Alternativtexte, semantische Struktur, klare Überschriften, gut organisierte Inhalte) verbessern auch die Lesbarkeit der Website für Suchmaschinen und können die Indexierung erleichtern.

Barrierefreiheit ist jedoch kein von den Suchmaschinen erklärter Ranking-Faktor: Die Entwicklung des organischen Traffics hängt von vielen weiteren Faktoren ab. An der Barrierefreiheit zu arbeiten bedeutet vor allem, die Website für mehr Menschen nutzbar zu machen.

Wie Accessibi Ihnen auf technischer Ebene helfen kann

Da der Termin 2025 immer näher rückt, fragen sich viele Unternehmen, wie sie ihre Websites an die neuen Zugänglichkeitsvorschriften anpassen können. Accessibi hilft Ihnen, an der Barrierefreiheit Ihrer Website mit Bezug auf die WCAG 2.1/2.2 AA zu arbeiten – dem technischen Standard, auf den der European Accessibility Act verweist.

Unser Expertenteam führt eine detaillierte Analyse Ihrer Website durch und ermittelt die Bereiche, die verbessert werden müssen. Anschließend setzen wir auf Wunsch die Korrekturen im vereinbarten Prüfumfang um – mit dem Ziel, die Stufe AA der WCAG zu erreichen und das Nutzererlebnis zu verbessern. Welche gesetzlichen Pflichten für Ihr Unternehmen gelten, hängt von Land, Branche und Dienstleistung ab: Die technische Konformität ist für sich allein nicht gleichbedeutend mit der Erfüllung aller Pflichten.

Barrierefreiheit ist aber nicht nur eine Pflichtübung: Eine inklusivere Website kann von mehr Menschen genutzt werden und stärkt Ihren Ruf als aufmerksames und verantwortungsvolles Unternehmen. Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Rechtsberatung dar: Prüfen Sie die für Sie geltenden Pflichten mit Ihren Beraterinnen und Beratern.

Schlussfolgerung

Der Barrierefreiheit im Internet gehört die Zukunft, und mit den seit 2025 geltenden Pflichten werden sich viele Unternehmen anpassen müssen. Dies sollte jedoch nicht nur als Belastung angesehen werden: Es ist auch eine Gelegenheit, Ihre Website zu verbessern und mehr Menschen zu erreichen. Mit Accessibi haben Sie ein Team an Ihrer Seite, das daran arbeitet, Ihre Website im vereinbarten Prüfumfang zugänglicher zu machen – mit Bezug auf die WCAG 2.1/2.2 AA.